 Castello di Arcano (Foto: D.Fusaro-Consorzio Friuli Grave) |  (Foto: D.Fusaro-Consorzio Friuli Grave) |
(Terra-Italia) – Der Landstrich um den Fluss Tagliamento wird „Le Grave“ (hier: schwere Steine) genannt, ein Hinweis auf das kalkhaltige Dolomitengestein, das die Wasserläufe dem Berg entreißen und mit sich ins Tal führen. Im Grave-Gebiet werden herausragende Weine produziert, an Weißweinen Tocai Grinlano und Chardonnay, an Rotweinen Rosso Friuli Grave, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Refosco aus dem Peduncolo rosso. Die Lagerung der Steine (le grave) zu Füßen der Rebstöcke wirkt sich günstig auf die Reifung der Trauben aus: am Tag nehmen sie Wärme und Licht auf und nachts geben sie die angereicherte Energie wieder her.
Der Jahrgang 2004 verspricht interessant zu werden: Die Winzer erwarten hervorragende Weißweine, reich an Aroma und Gehalt, aber nach Ansicht der Experten ist auch für die Rotweine mit großartigen Überraschungen zu rechnen.
Will man die von den Bergen bis ans Meer reichenden Weinanbaugebiete, besser kennen lernen, dann muss man in den Provinzen Udine und Pordenone den Weinkellern einen Besuch abstatten, die Weine probieren und erwerben und dabei interessante Orte in Augenschein nehmen.
Da bietet sich zum Beispiel der Reiseweg „Dalle acque alle colline“ an. Ausgangspunkt ist das Städtchen Coldroia, das mitten im Gebiet des Doc Friuli Grave gelegen ist. Von dort aus besichtigt man die Villa Manin von Passariano, eine vezianische Villa und Wohnsitz der Familie Manin (www.villamanin.com). Sie entstand Mitte des 17.Jahrhunderts auf Veranlassung von Ludwig I. Manin. Sie stellt eine malerische Anlage dar mit Blick auf das ländliche Friaul. Im Jahre 1797 beschloss Bonaparte, die Villa zum Hauptquartier der siegreichen Franzosen zu machen und am 17.Oktober kam es zur Unterzeichnung des Vertrages von Campoformio, der das Ende der venezianischen Republik besiegelte.
Sehenswert auch die Weinkellerei Pietro Pittaro und das Weinmuseum (www.vignetipittaro.com). Die Weinkellerei verfügt über ein Weinmuseum von 600 Quadratmetern, das sich in drei Abteilungen aufteilt: Glass Collection, Glass Wine Collection Arts und Crafts of Wine. In der ersten Abteilung findet man mehr als hundert historische Gläser mitteleuropäischen Ursprungs, im Biedermeierstil und venezianischer Produktion. Die zweite widmet sich der Geschichte des Weines und des Glases. Der Rundgang führt zu einer Brücke über den Räumlichkeiten des Weinkellers und endet mit der Ausstellung von Etiketten und Accessoires, die zu Flaschen, Abfüllpumpen, antiken Weinfässern und traditionellen Geräten gehören, wie sie in den Weinbergen benutzt werden.
Weiterhin lohnt sich die Besichtigung des historischen Dorfes Valvasone mit einer mittelalterlichen Anlage, die als wichtige Festung auf etwa mittlerer Höhe des Tagliamento erbaut wurde (www.valvasone.p.n.it). Interessant weiter der Castello di Cosa und die Weinkellerei Gian Franco Furiari (info@castelcosa.com), sowie die Mosaikschule und die Stadt Spilimbergo, die als Hauptstadt des dekorativen Mosaiks gilt, dessen Tradition auf römische und byzantinische Wurzeln zurückgeht. Das alte, mittelalterliche Dorf ist fast vollständig erhalten (www.scuolamosaicistifriuli.it und www.spilimbergo.com).
An Weinkellern sollten noch genannt werden:
Cantina i vini di Emilio Bulfon (www.bulfon.it)
Cantina Alessandro Vicentini Orgnani (vicentiniorgnani@libero.it)
Cantina Arcania im historischen Ort des Castello di Arcano, in deren Nähe sich im Gebiet Magagna ein Storchenreservat befindet (www.castellodiarcano).
Für allgemeine Informationen wenden Sie sich bitte an: www.docfriuligrave.com
 Museo del Vino (Foto: D.Fusaro-Friuli Grave) |  Museo del Vino (Foto: D.Fusaro-Friuli Grave) |